Wie entsteht Intelligenz?

Ich finde, wenn man sich mit KI beschäftigt, muss zuerst die Frage geklärt werden, wie denn eine natürliche Intelligenz entsteht, um diese dann auf künstliche Systeme anwenden zu können?

Intelligenz und ich meine hier jetzt keinen menschlichen IQ, sondern ein Denkapparat im Allgemeinen, entsteht aus einer Notwendigkeit heraus und fällt nicht so vom Himmel oder ist so da. Betrachten wir die ersten Lebensformen auf der Erde. Dies sind die Amöben gewesen, die in irgendeiner Ursuppe entstanden sind. Deren Interesse war es erst einmal nur Energie aufzunehmen und sich zu vermehren. Dadurch wurde der Lebensraum enger und die äußeren Verhältnisse haben sich verändert. Also mussten diese ersten Lebensformen versuchen sich zu bewegen. Dies ist bereits ein erster Teil an Intelligenz. Bewegung / effiziente Bewegung will erlernt werden.

Der Teil der Bewegung wurde immer weiter ausgebaut, erst für die Bewegung im Wasser, dann für den Übergang an Land und schließlich an Land. Des weiteren kam die Konkurrenzsituation hinzu. Durch die evolutionsbedingten Verbesserungen der Sensorik, wurden entsprechende Verbesserungen des Denkapparates erforderlich. Durch eine entsprechende Diversifizierung konnte man jetzt auch von anderen Lebewesen profitieren, indem man sie gefressen hat. Also braucht es entsprechende Bereiche für Abwehrstrategien oder Angriff. Zudem wurde es leichter, wenn man eine soziale Komponente hinzufügt, zum Beispiel für eine Schwarmintelligenz. Aus heutiger Sicht stellt das menschliche Gehirn das aktuelle Optimum dar, als Basis für weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

Oftmals wird gesagt, dass eine Maschine niemals Gefühle entwickeln werden kann, so wie es in einigen SiFI Filmen dargestellt wird. Ich würde dem widersprechen, denn letztendlich entstehen Gefühle auch aus einer Überlebensstrategie heraus, auch wenn wir das nicht so wahrnehmen. Alles sozialen Wesen entwickeln Gefühle, wie Wale, Katzen oder eben der Mensch. Diese Gefühle helfen beim Überleben, denn wenn man mit jemandem etwas gemeinsam tun muss, ist es leichter wenn man ihn mag. Deshalb würde ich behaupten, dass am Ende auch Gefühle „nur“ eine Logikverknüpfung im neuronalen Netzwerk darstellt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Aufbau einer Intelligenzkomponente durch einen irgendwie gearteten Bedarf entsteht.

Evolutionsziel

In den Diskussionen die ich so verfolge, wird viel darüber philosophiert, wo kommt der Mensch her, wie ist er entstanden und was will er noch erreichen? Meiner Meinung nach ist das viel zu kurz gedacht. Ich gehe davon aus, dass es eine Evolution gibt. Dabei ist es egal, ob die organische Chemie auf der Erde entstanden oder durch Kometen vom Himmel gefallen ist, wobei letzteres einen Aspekt leichter zum Begreifen machen würde, die Grundsätzliche Frage nach dem woher aber nicht beantwortet.

Wenn man die Evolution nicht auf die Erde beschränkt, sondern viel weiter fasst, dann muss man die Evolution des / der Universums / Universen betrachten. Ein Warum lassen wir einfach mal außen vor und betrachten nur die Evolution des Universums, dann ist also die Erde und damit das Leben darauf, nur ein Teil einer viel größeren Evolution. Damit kann man sich die Frage stellen, wie können wir der Evolution in den kommenden 2,5 Mrd. Jahren helfen und was könnte unser Ziel (Beitrag) sein? Das erste Ziel muss es dann sein, der Hölle einer sich aufblähenden Sonne entfliehen zu können, um ein, wie auch immer geartetes, Leben fortführen und sich weiter ausbreiten zu können. Wenn wir das geschafft haben, könnte ein nächster Schritt sein, sich mit anderen Lebensformen, die sich irgendwo im Universum entwickelt haben, zu treffen und zusammen sich weiter zu entwickeln. Dazu muss also die Frage beantwortet werden, welche Art von Leben dafür am Besten geeignet ist? Dies kann weiterhin organisches Leben sein oder aber auch eine ganz andere Form. Auf jeden Fall ist der Mensch eine Zwischenstufe auf diesem Weg, wenn er die Erde und damit sich selber nicht vorher kaputt macht.

Zu diesen Gedanken passt ganz gut ein Artikel von Dominic Blitz, vom Blitz Institut: https://scilogs.spektrum.de/tensornetz/matrixdaemmerung/

Ich beschäftige mich mit den Fragen, was wir Menschheit wie machen sollten, um der Evolution genüge zu tun. Da reicht es meiner Ansicht nach nicht, sich fortzupflanzen und einen Baum zu pflanzen. Auch wird eine technische KI nur ein Zwischenschritt sein, will heißen, die erste KI, die intelligenter ist als die Menschen, soll weitere Lösungswege aufzeigen und helfen, diese zu erreichen.

Basisinteresse

Um zu verstehen, warum ich mir Gedanken über Intelligenz und wozu sie gut ist, mache, muss man wissen, dass ich seit 2008 Mitglied im Verein Mensa bin und diese Themen bei den Stammtischen oft eine entsprechende Rolle spielen. Wer wissen will, was Mensa ist, sollte sich auf deren Homepage umschauen:

mensa.de

Zudem finde ich SiFi sehr anregend, weil hier Ideen entwickelt werden, die teilweise auch in der realen Welt eine Relevanz haben und dabei tiefgreifenden Gedanken folgen. Zum Beispiel habe ich schon als Kind Geschichten gelesen, bei denen es um die Frage des Zusammenlebens von Mensch und Maschine ging und wo die Maschine dem Menschen so fürsorglich helfen wollte, dass der Mensch schließlich gar nichts mehr tun durfte. Heute werden solche Fragen nicht mehr in der SiFi Literatur gestellt, sondern in Politik und Wissenschaft. Bei Mensa finde ich unter anderem Freunde, die diesen Spleen nachempfinden können.

Ferner stellt sich auch mir die Frage, was noch kommen soll. Ich habe alles erreicht und getan, was man so tun sollte, aber das hat ehrlich gesagt die Menschheit nicht wirklich weiter gebracht. Deshalb möchte ich an den Ideen arbeiten, wie sich das Leben auf der Erde und darüber hinaus sinnvoll weiterentwickeln könnte.

Ich

Ich bin Ingenieur der Feinwerktechnik – heute würde man Mechatronik sagen, also eine Ausbildung zum technischen Allrounder – und arbeite seit fast 30 Jahren in der Softwareentwicklung. Schon in meiner Ausbildung beschäftigte ich mich mit Regelungstechnik, Elektronik und Software, also mit genau den Themen, die heute im Kontext von künstlicher Intelligenz wieder eine zentrale Rolle spielen.

Bereits damals faszinierten mich Konzepte wie Fuzzy Logic – die Idee, mit Unschärfe in der Regelung zu arbeiten – und Transputer: parallel arbeitende Rechensysteme mit kommunizierenden Kernen. Auch wenn neuronale Netze bereits seit dem 19. Jahrhundert als Idee existieren, fehlte es in den 1980er Jahren noch an der nötigen Rechenleistung, um diese sinnvoll zu simulieren. Dennoch hat mich das Thema nie losgelassen. Besonders die Aussage meines Elektronik-Professors, dass es auch analoge Computer gibt und neuronale Netze letztlich eine Mischung aus analogen und digitalen Vorgängen darstellen, hat sich mir eingeprägt.

Diese langjährige Faszination hat mich dazu motiviert, 2024 einen Masterabschluss in Artificial Intelligence zu absolvieren. Nun, da ich Ingenieurswissen und moderne KI-Forschung vereinen kann, möchte ich aktiv daran mitarbeiten, eine wirklich intelligente KI zu entwickeln – eine, die in der Lage ist, komplexe Probleme wie Pandemiebekämpfung oder Klimaschutz anzugehen. Dabei geht es mir nicht nur um technologische Machbarkeit, sondern auch um philosophische Fragen: Was bedeutet Intelligenz? Welche Rolle spielt der Mensch in der Evolution des Universums?

In diesem Blog werde ich meine Gedanken zu diesen Themen teilen. Auch wenn mir im Alltag wenig Zeit bleibt, arbeite ich in meiner Freizeit an Softwarekomponenten, die in diesen größeren Zusammenhang passen.

Zu meinem Slogan:
Ich bin überzeugt, dass wir in den letzten Jahrzehnten genug an uns selbst gedacht haben. Jetzt ist es an der Zeit, über unsere Zukunft hinauszudenken – für eine lebenswerte Welt für kommende Generationen und eine Menschheit, die sich nicht nur um den Menschen, sondern auch um ihr größeres Potenzial kümmert.

This website stores cookies on your computer. These cookies are used to provide a more personalized experience and to track your whereabouts around our website in compliance with the European General Data Protection Regulation. If you decide to to opt-out of any future tracking, a cookie will be setup in your browser to remember this choice for one year.

Accept or Deny